Wofür steht VerstehenstattSpalten.de?

*Freiheit bedeutet nichts, wenn sie nicht für alle gilt*

-Nelson Mandela-
 

   Rassismus ist keine Meinung 

Hass trennt. Liebe verbindet.

Alle Menschen. Gleiche Würde.

Deine Herkunft bestimmt nicht deinen Wert 

Gemeinsam gegen Rassismus 

Kein Platz für Rassismus 

Menschlichkeit kennt keine Hautfarbe

Was ist Rassismus?

Rassismus ist die Benachteiligung, Ausgrenzung oder Abwertung von Menschen aufgrund ihrer Herkunft, Hautfarbe, ethnischen Zugehörigkeit oder einer zugeschriebenen Kultur oder Religion. Er beruht auf Vorurteilen und der falschen Annahme, dass bestimmte Gruppen anderen überlegen oder unterlegen seien.

Rassismus kann offen auftreten – etwa durch Beleidigungen oder Gewalt – aber auch subtil, beispielsweise durch Benachteiligung bei der Wohnungssuche, im Berufsleben oder im Alltag.

Welche Folgen hat Rassismus?

Rassismus hinterlässt tiefe Spuren bei den Betroffenen. Viele Menschen erleben Angst, Unsicherheit und das Gefühl, nicht dazuzugehören. Wer immer wieder wegen seiner Herkunft oder seines Aussehens ausgegrenzt wird, kann langfristig unter Stress, Depressionen oder einem geringen Selbstwertgefühl leiden.

Doch Rassismus schadet nicht nur den Betroffenen. Er spaltet die Gesellschaft, fördert Misstrauen und Hass und erschwert ein friedliches Zusammenleben. Demokratie lebt davon, dass Menschen unabhängig von ihrer Herkunft die gleichen Rechte und Chancen haben.

Warum Vielfalt eine Stärke ist

Deutschland ist ein vielfältiges Land. Menschen mit unterschiedlichen Lebensgeschichten, Kulturen und Erfahrungen arbeiten gemeinsam, gründen Unternehmen, engagieren sich ehrenamtlich, entwickeln neue Ideen und bereichern das gesellschaftliche Leben. Unterschiedliche Perspektiven können Innovation fördern und helfen, Herausforderungen gemeinsam zu lösen.

Die AfD - eine sachliche Einordnung

Die Alternative für Deutschland (AfD) ist eine politische Partei, die unter anderem für eine deutlich restriktivere Migrationspolitik, strengere Grenzkontrollen und eine Begrenzung von Asyl und Einwanderung eintritt.

Gleichzeitig haben zahlreiche Aussagen einzelner AfD-Politikerinnen und -Politiker sowie Verbindungen einiger Parteimitglieder zu rechtsextremen Milieus zu erheblicher Kritik geführt. Mehrere Gerichte haben bestätigt, dass die Sicherheitsbehörden die Partei unter bestimmten Voraussetzungen beobachten dürfen. Außerdem wurden einzelne Landesverbände und Teilorganisationen der Partei als gesichert rechtsextrem eingestuft.

Es ist jedoch wichtig zu unterscheiden:

  • Nicht jede Person, die die AfD wählt, ist rechtsextrem oder rassistisch.
  • Gleichzeitig vertreten einzelne Funktionäre und Gruppierungen innerhalb der Partei Positionen, die von vielen Fachleuten, Gerichten und demokratischen Institutionen als demokratiefeindlich, menschenfeindlich oder rechtsextrem eingeordnet oder entsprechend geprüft werden. Daher wurde die Partei vom Deutschen Verfassungsschutz als gesichert Rechtsextreme Partei eingestuft.

Eine demokratische Auseinandersetzung sollte sich deshalb immer auf überprüfbare Fakten, konkrete Aussagen und politisches Handeln stützen – nicht auf pauschale Urteile über Wählerinnen und Wähler.

Was kann jeder Einzelne tun?

Jeder Mensch kann dazu beitragen, Rassismus entgegenzuwirken:

  • Vorurteile hinterfragen und offen für neue Perspektiven sein.
  • Informationen aus verlässlichen Quellen prüfen.
  • Menschen unabhängig von Herkunft, Religion oder Hautfarbe mit Respekt begegnen.
  • Gegen Hass, Diskriminierung und Ausgrenzung Stellung beziehen.
  • Den Dialog suchen, statt andere vorschnell zu verurteilen.

Schlusswort

Eine demokratische Gesellschaft lebt von Freiheit, Vielfalt und gegenseitigem Respekt. Unterschiede zwischen Menschen sind kein Grund für Ausgrenzung, sondern Teil einer offenen Gesellschaft. Jeder verdient die gleiche Würde und die gleichen Rechte – unabhängig von Herkunft, Hautfarbe, Religion oder Kultur.

Aufklärung bedeutet nicht, Menschen zu beschämen. Sie bedeutet, Fakten verständlich zu vermitteln, Vorurteile abzubauen und zu einem respektvollen Miteinander beizutragen. Nur durch Wissen, Empathie und Dialog können Hass und Rassismus langfristig überwunden werden.

Themenpunkte und Aufklärung

„Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ – Artikel 1 des deutschen Grundgesetzes

Inhaltspunkte 

Islamismus

  • Ablehnung zentraler Grund- und Freiheitsrechte: Islamistische Ideologien stehen häufig im Widerspruch zu Werten wie Meinungsfreiheit, Gleichberechtigung von Frauen und Männern sowie der Trennung von Staat und Religion. Dabei gibt es unterschiedliche Ausprägungen und Strömungen.
  • Unterschiedliche Formen der Gewaltbereitschaft: Das Spektrum reicht von legalistisch ausgerichteten islamistischen Organisationen bis hin zu gewaltbereiten und terroristischen dschihadistischen Gruppen.
  • Politischer Herrschaftsanspruch: Islamismus versteht den Islam nicht ausschließlich als persönliche Glaubensangelegenheit, sondern strebt – je nach Strömung und Ausprägung – eine politische und gesellschaftliche Ordnung an, die sich an einer bestimmten islamistischen Interpretation der Religion orientiert.
  • Wichtig: Islamismus ist nicht gleich Islam. Die große Mehrheit der Musliminnen und Muslime unterstützt keine islamistische Ideologie.

 

Rechtsextremismus

Rechtsextremistische Ideologien gehen häufig davon aus, dass Menschen aufgrund ihrer Herkunft, Abstammung, ethnischen Zugehörigkeit oder nationalen Zugehörigkeit unterschiedlich viel wert seien.

Ungleichwertigkeit und Rassismus

Die eigene Volksgruppe oder Nation wird in den Mittelpunkt gestellt, während Minderheiten, Menschen mit Migrationsgeschichte oder andere als „fremd“ betrachtete Gruppen abgewertet oder ausgegrenzt werden.

Autoritärer Staat

Rechtsextremistische Ideologien lehnen die liberale Demokratie und den politischen Pluralismus häufig ab. In vielen historischen und gegenwärtigen Ausprägungen wird stattdessen ein autoritärer Staat mit einer starken Führung und eingeschränkten Freiheitsrechten angestrebt.

Feindbilder

Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Antisemitismus gehören zu den wiederkehrenden Bestandteilen rechtsextremistischer Ideologien. Je nach Gruppierung können weitere Feindbilder hinzukommen, beispielsweise gegen politische Gegner, queere Menschen oder Menschen mit Behinderungen.

 

Wechselwirkungen und Parallelen

Feindbilder und gegenseitige Radikalisierung

Islamismus und Rechtsextremismus können sich gegenseitig verstärken. Rechtsextremisten nutzen islamistischen Terror und islamistische Gewalt als Begründung für pauschale Vorurteile gegenüber Musliminnen und Muslimen oder gegen Migration. Islamistische Akteure wiederum können rassistische und rechtsextreme Angriffe propagandistisch nutzen, um ihre eigenen Anhänger zu radikalisieren.

Dieses Phänomen wird unter anderem als reziproke Radikalisierung oder gegenseitige Radikalisierung beschrieben.

Antisemitismus

Antisemitismus kann sowohl in rechtsextremen als auch in islamistischen Milieus vorkommen. Die historischen Ursprünge und konkreten Formen des Antisemitismus unterscheiden sich jedoch und sollten nicht miteinander gleichgesetzt werden.

Demokratiefeindlichkeit

Beide extremistischen Ideologien können demokratische Grundprinzipien, Pluralismus und eine offene Gesellschaft ablehnen. Trotzdem handelt es sich um unterschiedliche Ideologien mit unterschiedlichen historischen Entstehungsgeschichten und politischen Zielen.

 

Rechtsextremismus, Islamismus und politische Instrumentalisierung

Die politische Auseinandersetzung mit Islamismus und Rechtsextremismus wird häufig von beiden Seiten instrumentalisiert.

Rechtsextreme Akteure nutzen islamistischen Terror, um gegen Migration, Musliminnen und Muslime oder eine offene Gesellschaft Stimmung zu machen. Islamistische Akteure wiederum nutzen rassistische und rechtsextreme Vorfälle, um ihren Anhängern zu vermitteln: „Seht her, diese Gesellschaft lehnt euch ab.“

Dadurch kann ein gefährlicher Kreislauf entstehen:

Islamistische Gewalt → rechtsextreme Hetze → gesellschaftliche Ausgrenzung → islamistische Propaganda → weitere Radikalisierung.

Dieser Kreislauf darf nicht dazu führen, dass ganze Bevölkerungsgruppen für die Taten einzelner Extremisten verantwortlich gemacht werden.

 

Zum Umgang mit der AfD und rechtsextremer Politik

Die AfD ist eine politische Partei, die sich selbst als demokratische Partei versteht. Gleichzeitig werden Teile der Partei und einzelne ihrer Funktionäre von deutschen Verfassungsschutzbehörden als rechtsextremistisch eingestuft beziehungsweise beobachtet. Deshalb sollte Kritik an der AfD möglichst konkret zwischen Parteiprogramm, einzelnen politischen Forderungen, Aussagen einzelner Politiker und rechtsextremen Bestrebungen unterscheiden.

Gerade beim Thema queeres Leben ist eine sachliche Auseinandersetzung wichtig. Wer sich für den Schutz queerer Menschen einsetzt, sollte sich gegen jede Form von Gewalt, Diskriminierung und Einschüchterung stellen – unabhängig davon, ob diese aus islamistischen, rechtsextremen oder anderen extremistischen Milieus kommt.

Queere Menschen dürfen nicht zum politischen Spielball extremistischer Ideologien werden.

 

Warum Prävention wichtig ist

Der Schutz einer demokratischen und offenen Gesellschaft besteht nicht nur darin, Straftaten nachträglich zu verfolgen. Ebenso wichtig sind Prävention, politische Bildung, Deradikalisierung und die Unterstützung von Menschen, die von extremistischer Gewalt oder Diskriminierung betroffen sind.

Demokratieprojekte, Jugendangebote, Beratungsstellen und Schutzräume können dabei helfen, Radikalisierung frühzeitig zu erkennen und Menschen zu stärken.

Prävention ist deshalb keine Nebensache, sondern ein Bestandteil demokratischer Sicherheitspolitik.

Queere Menschen müssen sich in unserer Gesellschaft sicher fühlen können. Das gilt ebenso für Menschen mit Behinderungen, religiöse Minderheiten, Menschen mit Migrationsgeschichte und alle anderen Gruppen, die Ziel von Hass und Ausgrenzung werden können.

 

Staatliche Verantwortung und Zivilcourage

Es ist verständlich, dass Menschen angesichts rechtsextremer Gewalt und neonazistischer Strukturen das Gefühl bekommen können, der Staat müsse konsequenter handeln.

Polizei, Staatsanwaltschaften und Verfassungsschutz haben die Aufgabe, extremistische Straftaten und verfassungsfeindliche Bestrebungen zu verfolgen beziehungsweise zu beobachten. Gleichzeitig trägt auch die Zivilgesellschaft Verantwortung dafür, Demokratie zu verteidigen.

Dabei darf jedoch niemand selbst zur Gefahr werden.

Zivilcourage bedeutet nicht, sich selbst in Gefahr zu bringen oder Gewalt anzuwenden. 

Sie kann bedeuten, Betroffene zu unterstützen, demokratische Initiativen zu stärken, extremistische Propaganda nicht weiterzuverbreiten und verdächtige oder strafbare Handlungen den zuständigen Behörden zu melden.

Auch das öffentliche „Outen“ mutmaßlicher Neonazis sollte nicht durch Selbstjustiz, persönliche Datenveröffentlichungen oder Einschüchterung erfolgen. Entscheidend ist, zwischen berechtigter Aufklärung und gefährlicher Selbstjustiz zu unterscheiden.

 

Ein Blick in die Weimarer Republik

Die Weimarer Republik bestand von 1918/19 bis 1933 und war von Beginn an erheblichen politischen und gesellschaftlichen Konflikten ausgesetzt.

Nach dem Ersten Weltkrieg entstanden zahlreiche paramilitärische Verbände und Freikorps. Einige von ihnen wurden von der Reichsregierung gegen revolutionäre und kommunistische Aufstände eingesetzt. Gleichzeitig kam es zu erheblicher politischer Gewalt von rechts und links.

Ein bekanntes Beispiel ist der Spartakusaufstand im Januar 1919. Die Regierung setzte unter anderem Freikorps zur Niederschlagung des Aufstands ein. In diesem Zusammenhang wurden Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht von Angehörigen eines Freikorps ermordet.

Auch der Kapp-Lüttwitz-Putsch von 1920 zeigte, wie gefährdet die junge Republik durch antidemokratische Kräfte war.

Die Geschichte der Weimarer Republik zeigt deshalb vor allem eines:

Politische Gewalt kann eine Demokratie von verschiedenen Seiten bedrohen.

Das bedeutet jedoch nicht, dass Gewalt gegen politische Gegner deshalb gerechtfertigt wäre. Die historische Erfahrung zeigt vielmehr, wie wichtig ein funktionierender Rechtsstaat, demokratische Institutionen und eine klare Ablehnung politischer Gewalt sind.

 

Was bedeutet das für heute?

Für mich bedeutet Engagement gegen Rechtsextremismus nicht, dass man jede Meinung verbieten oder jeden politischen Gegner als Extremisten bezeichnen sollte.

Im Gegenteil:

Meinungsfreiheit bedeutet auch, kontroverse Meinungen aushalten und über politische Fragen diskutieren zu können.

Ihre Grenze findet sie dort, wo Menschen bedroht, verfolgt, diskriminiert oder zu Gewalt aufgerufen wird und wo strafbares Verhalten beginnt.

Wir müssen uns nicht über alles einig sein. Wir müssen uns auch nicht gegenseitig mögen.

Aber wir sollten uns darauf einigen können, dass Menschenwürde, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und die Freiheit des Einzelnen geschützt werden müssen.

Keine Gleichsetzung – aber klare Haltung

Islamismus und Rechtsextremismus sind nicht dieselbe Ideologie. Sie haben unterschiedliche historische Ursprünge und unterschiedliche Weltbilder.

Trotzdem können beide Formen des Extremismus Menschen abwerten, demokratische Grundwerte ablehnen und Gewalt zur Durchsetzung politischer oder ideologischer Ziele rechtfertigen.

Deshalb gilt:

Gegen Islamismus.
Gegen Rechtsextremismus.
Gegen Antisemitismus.
Gegen Rassismus.
Gegen jede Form extremistischer Gewalt.
Für Menschenwürde, Demokratie und eine offene Gesellschaft.

Meine Website soll keine Menschen gegeneinander aufbringen.

Sie soll informieren, aufklären und zum Nachdenken anregen.

zukunftohnehass.de

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